Das große Finale

+++ Eilmeldung: Der finale Rallye-Tag! Unicamels mit Orangenhaut! No Camel No cry! Abschied in drei Akten!+++

Der letzte Rallye-Tag kam schneller als gedacht. Kaum zu glauben, wie schnell drei Wochen vergehen können!_MG_05016Morgens um 9.00 Uhr startete nach einer offiziellen Ansprache vom Gouverneur die letzte Etappe. Zunächst ging es im großen Konvoi durch Dalyan und über Schotterpisten bis zu einem Aussichtspunkt mit Blick aufs Meer. Dort enthüllten wir vor den Augen des Organisationsteams das vorsorglich abgeklebte Siegel von Henrys Motorhaube: Intakt! Sowohl das Siegel aus Oberstaufen als auch Henry hatten die drei Wochen Rallye ohne Öffnen der Motorhaube überstanden! An dieser Stelle nochmals danke an das Autohaus Baur – 10.000 Kilometer ohne jeglichen Service sind eine phänomenale Leistung.
_MG_4973

_MG_4974

Im Pulk ging es wieder zurück ins Tal zu einer etwas abgelegenen Orangenplantage. Die Strecke hoch auf den Berg hatte Obelix leider den Rest gegeben und alle fünf Minuten musste das komplette Kühlwasser erneuert werden. Schwermütig wurde der Entschluss gefasst, das Auto erst einmal am Straßenrand abzustellen, denn niemand wusste, wie weit es noch zur Plantage war. Daher ging es zu viert in Dr. Sox weiter.
_MG_5022

_MG_5032Obwohl wir eigentlich die Letzten auf der Strecke waren, gelangten wir dank der Polizei und allgemeiner Streckenverwirrung als eines der ersten Autos ans Ziel. Die Challenge: In fünf Minuten so viele Orangen pflücken, wie man als Team tragen kann.
Kurzerhand wurde die Unicamel-Uniform mit über 400 Orangen befüllt und abgegeben. Wir dachten damit sei die Challenge durch, doch falsch gedacht! Denn jedes Team musste seine geernteten Orangen schön brav einsammeln und mitnehmen.
_MG_5036Na super! Was sollen wir denn am letzten Tag mit all diesen Organen anstellen? Uns wurde empfohlen diese in der Stadt an Touristen zu verteilen.
Erst einmal kümmerten wir uns jedoch um den zurückgelassenen Obelix und sammelten ihn wieder ein. Für Unicamel Judith und Oliver ging es danach ans Packen, da es bereits in der Nacht nach Deutschland zurückging. _MG_5060Für Dr. Sox und Henry ging es hingegen noch einmal auf Abschiedsspritztour ins Gelände. Das Ziel: Die fehlenden Kilometer bis zu unserem persönlichen Ziel von über 10.000 Kilometer vollzumachen und unsere Campingausrüstung zu verschenken.
Unser persönliches Ziel von über 10.000 Kilometern übertrafen wir sogar. Am Ende standen 10.092 Kilometer auf dem Tracker! Damit sind wir das einzige Team, das im Ziel einem fünfstelligen Kilometerstand vorweisen kann.
_MG_5087

_MG_5107Über die Orangen als auch die Campingausrüstung, Matratzen, Kochutensilien etc. freute sich der Kapitän eines kleinen Ausflugsschiffs. Und kurzerhand buchten die verbleibenden Unicamles sowie Andrea und Marcus vom Team Smile eine Abschiedsbootstour für den kommenden Tag._MG_5075Die Abschlussveranstaltung verlief recht unspektakulär. Die Musikchallenge mit Bruder Jakob und Highway to Hell war eher ein Ohrengraus als -schmaus. Die beteiligten Musikanten gaben alles im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten – wir traten mit einer Kindergitarre, für die alle zu dicke Finger hatten, sowie zwei Plastikblockflöten an.
_MG_5165Danach begann die Siegerehrung. Getreu dem Motto „Alle sind Gewinner“ gab es neben den drei ersten Plätzen einen gemeinsamen vierten Platz. Jedes Team wurde einzeln auf die Bühne gerufen – auch wir! Gemeinsam mit über 50 anderen Teams landeten wir auf dem 4. Platz bzw. die aufgerufene Reihenfolge ließ vermuten, dass wir den 6. Platz belegten.
_MG_5262Das Kamel ging erstmalig in die Schweiz an das Team No Camel No Cry. Und es gab noch ein erstes Mal in der Geschichte der Rallye: Das Gewinnerteam darf das Kamel mit nach Hause nehmen! Denn türkische Kamele dürfen im Gegensatz zu jordanischen Kamelen nach Europa eingeführt werden. Da hatten wir mit unserer Platzierung ja richtig Glück gehabt 🙂
_MG_5317Das Gewinnerteam nahm diese Offenbarung hingegen gefasst auf und ist bereits in der Planung der Überführung sowie eine artgerechte Unterbringung in der Schweiz. Wir sind schon sehr gespannt, was das Team dazu berichten wird und gratulieren ganz herzlich!

Danach begann der langsame Abschied in drei Akten!

Obelix wurde am Abend als erstes Auto zur Abgabestelle gebracht und dort wie angewiesen mit steckendem Schlüssel stehen gelassen – ein komisches Gefühl. Mit dem Shuttlebus ging es für Oli und Judith in Richtung Flughafen, während die restlichen Unicamels den Abschluss der Rallye feierten!

Eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön! Am nächsten Morgen wagten sich die vier verbliebenen Unicamels auf hohe See. Vorbei an Felstempeln und einem Amphitheater ging es Richtung Strand, wo wir eine entspannte Zeit hatten.
_MG_5350Der Kapitän zauberte in unseren gespendeten Töpfen und Pfannen ein tolles Mittagessen – schön zu sehen, wenn die Spenden an der richtigen Stelle ankommen. Wieder Festland unter den Hufen hieß es zum zweiten Mal Abschied nehmen: Mimo und Kevin traten die Heimreise an und brachten Henry mit plattem Reifen die 800 Meter zur Abgabestelle – Punktlandung!
_MG_5523Jana und Hauke traten den letzten Roadtrip mit Dr. Sox an. Gemeinsam mit Andrea und Marcus, die ihr Auto in die Schweiz fahren, ging es gen Norden. Am Abend wurde an einem See gegrillt, bevor am nächsten Tag die Ruinenstadt Ephesus angeschaut wurde. Danach ging es zurück nach Dalyan. Der Abschied von Dr. Sox fiel schwer, immerhin war er in den letzten vier Jahren meist ein treuer Begleiter.
_MG_5119_MG_5828

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *