Die erste Panne

+++ Eilmeldung: Unicamels im Crazy Café gesichtet. Fehlzündung verheizen zwei Reifen. Erste Übergabe von medizinischen Spenden! +++

Der Tag im asiatischen Teil von Istanbul startete wie gewohnt mit Regen. Unicamel Mimo brachte es auf den Punkt: „Da fährt man im Mai in die Türkei, um dem Wetter in Deutschland zu entfliehen und dann das!“ Die Stimmung hellte sich jedoch bei unserem ersten Tankstopp wieder auf, denn wir lernten einen netten Einheimischen kennen, der uns eine Scenic Route zu unserem Tagesziel nahe Ankara zeigte. Zudem trafen wir auf Team Schwabenstahl, die sich spontan entschieden, sich uns anzuschließen.
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Weiter ging es mit 9 Autos und 18 Menschen im Konvoi nach Haymana. Der Plan für den Weg: Ein Hotel zu finden, in dem wir gegen Gebühr duschen dürfen, denn langsam wurde es Zeit:)
In einem kleinen Ort namens Kaynasli drehten wir ab und schickten Unicamel Oliver als Späher los, um ein geeignetes Hotel zu finden. So standen wir mit unseren 9 Autos mitten im Ort vor dem Crazy Café und warteten. Natürlich zogen wir mit unseren Rallye-Fahrzeugen wieder einmal alle Aufmerksamkeit auf uns und auch der Besitzer des Crazy Cafés kam heraus, um uns auf Tee einzuladen. Wir waren überwältigt von der Gastfreundschaft und der Offenheit, die uns entgegengebracht wurde. Während wir abwechselnd im nahegelegten Hotel duschten, saßen wir mit einigen jungen Einheimischen zusammen, verständigten uns mit Handy und Füßen und kamen in den Genuss leckerer türkischer Küche.

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Nach der lang ersehnten Dusche ging es die schöne Route entlang: Serpentinenstraße, grüne Wiesen mit kleinen Flüssen, Schafsherden und Schotterpisten. Und da passierte es: Team Fehlzündung holte sich den ersten platten Reifen – es sollte auch nicht der letzte für diesen Tag bleiben, aber dazu später mehr.
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Doch das Schicksal meinte es gut mit uns und schickte uns prompt einen streunenden Hund und ein anhaltendes Polizeiauto vorbei. Somit konnten wir endlich die Bilder-Challenge der Hündles Alp – Teambild mit Banner, einer Person in Uniform und Hund – lösen 🙂 check!
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Nach dem Reifenwechsel musste dieser natürlich auf seine Belastbarkeit geprüft werden. Also ab in einen nahegelegenen Steinbruch für eine kleine Fotosession. Dort bekam ein Auto der Fehlzündung einen kostenfreien Rallye Sound verpasst – tja, das passiert wohl, wenn man mit tiefergelegten, überladenen alten Daimlern durch den Steinbruch fährt und wer braucht schon einen ganzen Auspuff.
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Für den nächsten Stopp war dann Dr. Sox verantwortlich. Irgendetwas hörte sich nicht so gut an und so wurde in einem kleinen Bergdorf angehalten – Kibriscik
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Auch hier waren wir die Attraktion des Tages und kamen schnell mit den Dorfältesten ins Gespräch.
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Es stellte sich heraus, dass einer der Männer der örtliche Doktor war und auch etwas Englisch sprach. Wir entschieden uns spontan ihm medizinisches Equipment und einen Röntgenbildbetrachter für seine kleine Klinik zu überreichen. Im Gegenzug gab es für uns leckeren Chai und uns wurde die Tageszeitung mit einem Artikel über die Rallye-Veranstaltung in Istanbul gezeigt 🙂
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Da es schon recht spät war, mussten wir zügig weiter, um das Fahrerlager für die Nacht zu finden. Dies stellte sich als schwerer als gedacht dar, hinzu kam es zu einem weiteren Platten bei Team Fehlzündung, aber im Reifenwechseln waren wir ja bereits in Übung. Nachdem wir dann auch noch falsch abgebogen waren, erreichten wir mitten in der Nacht das Fahrerlager, das sich vor einem 24h Hamam befand. Ein guter Weg, um den Tag zu beenden oder auch zu beginnen.
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